Natur Photowelt
Natur & Makrofotografie

Vignettierungen in Aufnahmen mindern

<- Fotografie Tipps

Das folgende Verfahren gelingt nur mit einem Bildverarbeitungsprogramm, das eine Bildvorlage in eine Auswahl überführen kann, wie es in dem Beispiel mit dem Maskierungsmodus von Adobe Photoshop getan wird. Besitzt euer Programm eine solche Möglichkeit nicht (wie z. B. das "kleine" Adobe Photoshop Elements), bleibt nur die Möglichkeit zu dunkle Bildbereiche gefühlvoll mit dem Abwedel-Werkzeug aufzuhellen.

Fotografiert ein weißes, sauberes, glattes Blatt Papier an einer Stelle, wo es absolut gleichmäßig beleuchtet wird, beispielsweise auf einem Fensterbrett eines nach Norden ausgerichteten Fensters. Auch Ihr selbst oder die Kamera dürfen keinen Schatten auf das Papier werfen. Es muss ein bewusst unscharfes Bild erzeugt werden. Last deshalb den Makro-Modus ausgeschaltet und bringt die Kamera in den Landschaftsmodus (Fokussierung auf unendlich) oder fokussiert auf ein weit entferntes Motiv und haltet den Auslöser halb durchgedrückt, bevor Ihr das Blatt Papier fotografiert. Der Blitz bleibt ausgeschaltet und die Belichtungskorrektur auf neutral, damit unser strahlend weißes Blatt Papier unterbelichtet aufgenommen wird.

Öffnet das Foto im Bildbearbeitungsprogramm. Was Ihr seht, sollte eine ziemlich gleichmäßige hellgraue Fläche sein.

Öffnet den Dialog Tonwertkorrektur (Strg-L oder "Bild, Einstellungen, Tonwertkorrektur") und verschiebt die Zeiger für den dunkelsten und den hellsten Bildpunkt auf den tatsächlich genutzten Bereich des Histogramms und Klickt auf "OK". Bekommt keinen Schreck, denn jetzt seht Ihr (übertrieben dargestellt), wie ungleichmäßig die Helligkeitsverteilung der Kamera in Weitwinkelstellung ist.

Entfernt die Farbinformation, indem Ihr das Bild in Graustufen umwandeln.

Um Bildrauschen und Unregelmäßigkeiten auszugleichen, zeichnen wir das Bild jetzt extrem weich. Wir verwenden hierzu den Filter "Gaußcher Weichzeichner" mit einem Radius von ungefähr 50 Pixeln. Alle Unregelmäßigkeiten müssen dabei verschwinden.

Die Auto-Tonwertkorrektur (Umschalt-Strg-L oder "Bild, Einstellungen Auto-Tonwertkorrektur") liefert uns anschließend ein Bild mit maximalen Weiß- und Schwarztönen.

Daraus machen wir ein Negativ (Strg-I oder "Bild, Einstellungen, Umkehren").

Damit haben wir unser "Profil", das wir für spätere Verwendung unkomprimiert als TIFF speichern.

 

So sieht das Resultat bei meiner Pentax Optio aus :

 

Layer Schablone

 

Wählt das gesamte Bild aus (Strg-A) und kopiert es in die Zwischenablage (Strg-C).

Öffnet das Foto, bei dem Ihr die Helligkeitskorrektur durchführen wollt.

Wechselt in den Maskierungsmodus (mit Taste Q oder der entsprechenden Schaltfläche in der Werkzeugpalette).

Fügt die Zwischenablage ein (Strg-V). Ihr seht jetzt, dass das zu korrigierendes Bild überwiegend mit einem roten Schleier überzogen ("maskiert") erscheint. Das sind die Bereiche, die keine Korrektur benötigen.

Wechselt nun zurück in den Standardmodus (wieder mit Taste Q oder der entsprechenden Schaltfläche in der Werkzeugpalette). Jetzt seht Ihr eine unregelmäßige Auswahlkante im Bild, die "50%-Grenze". Wenn euch die blinkende Auswahl stört, macht diese mit Strg-H unsichtbar.

Ruft den Dialog "Helligkeit und Kontrast" auf ("Bild, Einstellungen, Helligkeit und Kontrast …") und zieht den Helligkeitsregler etwas nach rechts, bis die Helligkeitsverteilung im Bild gleichmäßig ist und wendet die Einstellung auf das Bild an.


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